Gender Mainstreaming

Kaum einer weiß was sich dahinter verbirgt.
Wie ein U-Boot … heimlich still und leise …bestimmt es jedoch schon
eine ganze Weile unsere Gesetzgebung.

Der Begriff Gender Mainstreaming hat seinen Ursprung in der Weltfrauenkonferenz in Peking 1995. Er bedeutet, die Gender Theorien (GT) in den Mainstream, also in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Die GT aber sind eine ganz bestimmte, sehr radikale Theorie über Geschlecht, über Mann- und Frausein.

In einem ersten Schritt behaupten die GT, dass es keinerlei wesenhafte Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Es dürfe deshalb auch keinerlei Geschlechtsrollenunterschiede geben, weder in der Erwerbsarbeit noch in der Verteilung der Familienarbeit. In einem zweiten Schritt gehen die GT noch weiter: Sie stellen die Kategorien „Mann“ und „Frau“ grundsätzlich in Frage und fordern, der Mensch müsse von der „Zwangskategorie“ Geschlecht befreit werden. Die äußeren Geschlechtsmerkmale des Menschen seien zufällig, und der Mensch könne nur frei sein, wenn er sein Geschlecht selbst wählen kann oder, besser noch, auf die Kategorie „Geschlecht“ ganz verzichtet.

In der Bundesrepublik Deutschland hatte die Partei „PDS“ schon im Jahr 2001 einen Gesetzentwurf eingebracht, wonach die Kategorien „Mann“ und „Frau“ aus dem Personalausweis und allen amtlichen Dokumenten zu streichen seien, weil das den Menschen in seiner freien Entfaltung einengen würde.

Das Ganze geht aber noch viel viel weiter.
So, wie wir gestern beim EM-Fußballspiel vom Kapitän der deutschen Mannschaft hören konnten:
„Wir setzen uns dafür ein das niemand wegen seiner Sexualität diskriminiert werden darf!“
…sollen die Menschen so langsam weichgekocht werden.
Was ist dann mit denen die sich an Kindern vergreifen?
Mal abgesehen davon was es da sonst noch so gibt.
Pornographie ist ein nimmersattes Monster.
Es braucht es immer noch ein bisschen härter, schärfer und perverser.
Zurück bleiben kaputte Menschen … Opfer …und auch Täter.

Noch ein paar kritische Fakten:

Den Begriff Gender prägte 1955 der US-amerikanische Arzt John Money. Er hatte beweisen wollen, dass Geschlecht im Grunde disponibel sei und eine Geschlechtsumwandlung an einem jungen Mann vorgenommen, die diesen letztlich in den Selbstmord trieb.

Wer die Begriffe Frau und Mutter zu eng zusammenbringt, ist des Teufels, wie hierzulande etwa die TV-Moderatorin Eva Herman erfahren durfte.

Die US-amerikanische Journalistin Dale O Leary, die an der Konferenz teilnahm, berichtet in ihrem Buch „The Gender Agenda“, dass sie Zeugin der folgenden Forderungen wurde, die es allerdings nicht alle in das Abschlussdokument schafften:

„1. In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeit-Mütter.

  1. Da mehr sexuelle Vergnügungen zu mehr Kindern führen kann, braucht es freien Zugang zu Verhütung und Abtreibung für alle und Förderung homosexuellen Verhaltens, da es dabei nicht zur Empfängnis kommt.
  2. In der Welt braucht es einen Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, der zu sexuellem Experimentieren ermutigt, es braucht die Abschaffung der Rechte der Eltern über ihre Kinder.
  3. Die Welt braucht eine 50/50 Männer/Frauen Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereich. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbsarbeit nachgehen.
  4. Religionen, die diese Agenda nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit preisgegeben werden.“

Das mit Abstand wichtigste Ziel aber war die „Gender-Perspektive“ im Denken und in der Politik als Hauptstrom (Mainstream) zu verankern.

Hinter dem sperrigen Anglizismus steckt mehr als klassische Frauenförderung, wie sie die Gleichstellungsbeauftragten im Sinn haben, die es heute in jeder größeren Verwaltung gibt. Gender Mainstreaming will nicht nur die Lage der Menschen ändern, sondern die Menschen selbst.

Ich habe bis heute nicht begriffen, warum Feministinnen die Differenzierung so sehr ablehnen. Ich finde gerade die Unterschiede machen das Leben interessant. Wie sollte sonst diese herrliche prickelnde Spannung zustandekommen? Warum sollte man so etwas ausrotten wollen? Was ist daran auszusetzen, dass Mädchen vorwiegend sanft sind? Warum behaupten die Feministinnen, alles was weiblich ist ist schlechter? Es ist anders als das männliche, aber gewiss nicht schlechter!

Inzwischen schreckt man nicht mehr davor zurück, die Geschlechterabschaffung bereits in Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen umzusetzen, frei nach dem sozialistischen Kampfkonzept: Je früher das Gehirn gewaschen wird, desto leichter funktioniert auch später das Umerziehungsprogramm! Ein bereits früh gegendertes Kind wird wie selbstverständlich einmal davon ausgehen, dass es Mann und Frau nicht gibt! Sondern dass die Angebotspalette bunt und viel größer ist!

Die Geschlechter von Junge und Mädchen werden in den Kitas zunehmend und systematisch aufgeweicht, um schließlich gänzlich abgeschafft zu werden. Die kleinen Mädchen werden im Gender-Kindergarten aufgefordert, »Fußball zu spielen, sich zu wehren, sie erhalten besondere Förderung in den Bereichen Technik, Werken, Computer. Buben hingegen sollen eine positive Körperwahrnehmung erlernen, dazu gehören: Massage, Kosmetikkorb, den eigenen Körper pflegen und achten, schön sein, Anbieten von männlichem und weiblichem Verkleidungsmaterial – in andere Rollen schlüpfen, fürsorgliche und behutsame Interaktion mit anderen Kindern aufnehmen, positive Besetzung von Schlüpfen in ›weibliche‹ Rollen (Prinzessinnenkleid, Nägel lackieren …), Erlernen von Umgang mit Puppen (positiver Begriff: Puppenvater), Erlernen von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (positiver Begriff: Hausmann).«

Die Jungs lernen hier ebenso früh, sich nicht mehr wie Jungs aufzuführen, sondern weicher, weiblicher zu werden. So heißt es bei dem Lernprogramm der Buben, dass diese Frustrationen ertragen lernen müssten: »Verlieren, beim Warten und Zurückstecken eigener Bedürfnisse, Hilfsbedürftigkeit zugeben können, Umgehen damit, dass Mädchen Paroli bieten!«

Wer zudem die derzeitigen politischen Bemühungen beobachtet, dass nämlich Kinderrechte von fast allen übrigen Parteien partout und unbedingt in der Verfassung festgeschrieben werden sollen, damit u.a. das Recht eines Kindes auf »frühkindliche Bildung« gewährleistet wird, muss erkennen, dass in Wahrheit damit nur ein einziges Ziel verfolgt und somit auch erreicht wäre: Der gesetzlich vorgeschriebene Krippenaufenthalt! Krippenpflicht! Und das bedeutet Zwangs-Genderisierung für ALLE Kleinkinder! Kinderrechte sind durch die Menschenrechte automatisch und längst im Grundgesetz verankert! Allerdings nur unter dem Aspekt, dass man Kinder auch als Menschen betrachtet!

So, das reicht erst mal … ich kann dazu als Frau …(und ich bin immer sehr gerne eine Frau gewesen !!!!) nur sagen: gibt es bald keine richtigen Männer mehr?

selber lesen: DIJG

6 Gedanken zu „Gender Mainstreaming

  1. Schon allein aus biologischer Sicht ist der ganze Gedankenansatz schwer nachvollziehbar. Ich kann ja schlecht die Existenz von X- und Y-Chromosomen verneinen. Und wie immer wollen alle mehr „Freiheit“ und entwickeln dabei einen neuen Gesellschaftszwang … na wenn da nicht etwas schief läuft …
    Ich bin gern eine Frau – und wenn ich einen Mann kennenlerne, der sich besser mit Nagellack und Schminkkörben auskennt als ich, läuft irgendetwas falsch. 😉

  2. Also ich möchte mal meine Gedanken die ich mir so im Laufe der Zeit gemacht habe seit ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe weitergeben. Ich erhebe keinerlei Absolutheitsanspruch auf diese Gedanken. Es ist eine These die zum Nachdenken anregen soll.
    Was ist in der Zeit seit 1985 als erstmals auf der Frauenkonferenz in Nairobi das Gender Mainstreaming aufkam bis heute geschehen?

    10 Jahre nach Nairobi wurde der Gedanke in Peking weiterentwickelt und 1997/1999 sogar im Amsterdammer Vertrag als Konzept zum offiziellen Ziel der Gleichstellungspolitik der Europäischen Union erklärt.
    Schaut man sich die wissenschaftlichen Erfolge in Bezug auf Befruchtung von Eizellen in Reagenzgläsern (Retortenbabys) an, muss man sagen, dass die Wissenschaft einen enormen Erfolg erzielt hat. Man kann also Babys im Labor züchten. Ich benutze mit Absicht dieses Wort züchten. Wenn man sich die Ziele von Gender anschaut, ist häufig eine Antwort: ,,ein Vorteil von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ist es, dass keine Kinder entstehen“. Ich denke, am Ende wird es daraus hinauslaufen, dass man bewusst Menschen in Laboren entwickelt. Man wird die besten Eigenschaften aus den Genen benutzen um den bestmöglichsten Menschen zu produzieren.
    Der perfekte Mensch wird zum Mittelpunkt um den sich alles dreht (Humanismus).
    Man will sich bewusst dafür entscheiden besser zu sein als Gott der Schöpfer. Schaut man sich die Menschheitsgeschichte an, so gibt es unzählige Beispiele dafür. Es war und ist immer noch das größte Ziel des Menschen.
    Für viele wird dies bestimmt als Spinnerei betrachtet.

  3. Man gewährt dem Menschen mehr Freiheit: Das ist wirklich sehr gut!
    Man gewährt ihm außerdem mehr Autonomie die, wenn sie richtig praktiziert wird, das eigene (gesteigerte) Wohlergehen zur Folge hat.
    Man VERwährt dem Menschen jedoch die „richtige“ Anwendung, quasi das Handbuch, zu dieser neuen Freiheitsmöglichkeit.
    Fakt ist, dass laut Gender wir unseren Kindern die Wahl lassen sollen was sie sein wollen, Mann oder Frau oder Beides oder Nichts?!?. Fakt ist aber auch, dass wir sie damit in eine ungeahnt tiefe Identitäskrise schicken mit den Worten „Ihr macht das schon =)“
    Es werden doch auch Babyklappen deswegen kritisiert weil den Kleinen keiner sagt woher sie kommen und wer ihre „eigentlichen“ Eltern sind, somit ihre Vorbilder an denen sie sich laut „Pädagogik“ orientieren sollen.
    Umgemüntzt auf Gender würde das bedeuten „Mama und Papa gibt es nicht mehr mein Kleines! Wird sind jetzt *Whatvever* und *Keine Ahnung*, du musst dir selbst einen Weg suchen mit deinen Erfahrungen“

    Problem: Erfahrungen hat DAS Kleine noch nicht –> wird bei seinen Versuchen viele Fehlschläge erleiden und dann seelische Wunden haben die keiner auch nur im Ansatz geschildert bekommen haben will!

  4. Ich finde es halt krass, wie in dieser Theorie einfachste wissenschaftliche Erkenntnisse versucht werden, weg zu wischen und eine neue Form Individualismus zu erzwingen die meiner Meinung nach eine totale Katastrophe nach sich ziehen wird.

    Ein Mensch braucht Identität und wenn ich nun versuche Jungs als Mädchen zu erziehen und zu fördern und umgedreht aus Mädels Jungen mache, verfehle ich den Sinn den sich Gott gedacht hat als er bewusst 2 Geschlechter erschaffen hat. Das Leben lebt eben von Unterschieden und nur wenn ich mich mit anderen ergänze und dabei lerne abhängig zu sein, was jeder Mensch ist es ist nur die Frage von was.

    Was ich ebenso lächerlich find ist, dass diese Agenda mehr und mehr für Toleranz wirbt, im gleichen Atemzug jedoch die Religionen aufs schärfste angreift, falls eine Kooperation ausbleibt. Irgendwie komisch das in diesem Punkt vollkommene Intolleranz gefördert und gefordert wird.

  5. Ich melde mich auch mal zu Wort =)…Ich bin erstens, sehr froh ein Mann zu sein, bin es sehr gerne und zweitens, mein Geschlecht beweist es KLIPP und KLAR, da gibt es nicht den geringsten Zweifel!
    Wenn ich auf mein eigenes Leben zurück schaue, wo Vater und Mutter nicht oder nur teilweise vorhanden war, so sehe ich, was es für Verletzungen in einem zurücklässt. Kinder brauchen VÄTER und MÜTTER, die einem Identität, Geborgenheit und Liebe geben. Kinder brauchen Eltern, die sie auf dem Lebensweg begleiten, sie lehren und ihnen wertvolle Sachen beibringen. Was sollen diese Kinder der nachfolgenden Generation weitergeben, viele denken doch nur bis zu ihrem eigenen TOD und nicht darüber hinaus. Ich will ein guter Vater werden und ich wünsche mir genau so eine Frau die gerne Frau/Mutter ist. Die Folgen einer vater- und mutterlosen Gesellschaft können wir jetzt schon sehen. Ich sehe es tagtäglich und da gibt es riesige Lücken.

    Die Menschheit braucht eine klare Identität als Mann und Frau und nicht ein „WEIß AUCH NICHT“! Euer JA sei ein JA und euer NEIN ein NEIN, das ist auch klar und deutlich!

  6. Zwei kurze Gedanken von mir:

    1. Irgendwie finde ich es schon amüsant – insofern man bei diesem Thema von amüsant reden kann -, dass so etwas auf einer Frauenkonferenz beschlossen wurde… Was haben denn die Männer dazu gesagt? Ich will meine Rechte und Pflichten(!) und meine Verantwortung als Mann nicht einfach verlieren.

    2. Konsequent weiter gedacht heißt das ja auch, dass niemand mehr festlegen kann, dass ich überhaupt ein „Mensch“ bin. Kann ich mir jetzt auch aussuchen, dass ich ein Hund oder ein Eichhörnchen bin? Wäre ja nur logisch.
    Wenn ich gedanklich etwas ausschweife erinnert mich das auch irgendwie an Nietzsche, der aus seiner Überzeugung, dass es Gott nicht gibt, schließlich zum Nihilist (alle Normen werden verneint) wurde.

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