Fernsehen macht dumm

Laut einer Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) macht Fernsehen dumm – das ist wohl keine Neuigkeit, der Newswert liegt eher in der Tatsache, dass sich Intelligenz und Fernsehkonsum reziprok zueinander verhalten: Je höher der Fernseh-Konsum, desto dämlicher der Nachwuchs. Gewalt in Fernsehen und Videospielen soll obendrein die Lernfähigkeit von Kindern nachhaltig negativ beeinflussen: Jugendliche, die viel Gewalt konsumieren, sollen wesentlich häufiger Probleme mit fehlender Intelligenz haben als Gleichaltrige ohne Gewaltobsession.

Dumm, krank, fett und traurig

Im Rahmen der Studie wurden 23.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren zu ihrem Fernseh-Verhalten befragt. Das Ergebnis: Rund die Hälfte aller Jungs und immerhin ein Drittel aller Mädchen haben einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer, auch Spielkonsolen sind weit verbreitet. Die Kinder verbringen viele Stunden täglich vor dem Bildschirm und werden dabei „dick, dumm, krank und traurig“, wie sich KFN-Chef Christian Pfeiffer ausdrückte. Dabei ist interessant, das Hauptschüler wesentlich mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen, als beispielsweise Gymnasiasten.

Abstieg schon im Kindesalter

Das Fernsehen sei zudem schuld an der zunehmenden Verblödung der Jugend. Der Ulmer Hirnforscher Prof. Manfred Spitzer meint dazu: „Dieser Effekt betrifft alle Fächer, ist nicht mit anderen Faktoren zu erklären und wirkt sich langfristig auf den erreichten Ausbildungsgrad aus.“ Sprich: Wer in der Jugend viel vor der Glotze hängt, wird als Erwachsener das gleiche tun müssen, weil er völlig unterqualifiziert von der Schule direkt in Hartz IV rutscht.

Diese Studie ist schon ein paar Tage alt.

„Dschungelcamp“ zum Beispiel, wo sich irgendwelche D-Promis (die kaum jemand kennen will) mit Schlamm beschmieren, sich wie die Schweine im Matsch suhlen oder Insekten fressen? Das ist Fernsehen, dass wirklich nur im Zustand der akuten Demenz zu ertragen ist!!!

Ein Gedanke zu „Fernsehen macht dumm

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