Marsch für das Leben 2013 in Berlin

Wir waren heute beim Marsch für das Leben in Berlin.
Die Polizei zählte mehr als 4500 Teilnehmer.
(Im Vorjahr 3000)

🙂

Tu deinen Mund auf für die Stummen und
für die Sache aller, die verlassen sind.
(Sprüche 31,8)

Es ist sehr gut zu sehen, wie immer mehr Menschen aus ganz Deutschland kommen um
für die Allerkleinsten und Allerschwächsten einzutreten.

Es ist schockierend zu erleben, mit welch unterirdisch dummen, perversen und platten Sprüchen die Gegendemonstranten daher kommen. Immer wieder die Gleichen Jahr für Jahr!
Diese primitivsten Ergüsse konnten noch nicht mal richtig wiederholt werden.
Vielleicht hatten die Damen und Herren ihren Zettel verloren.

In einer sozialistischen Tageszeitung kann man dann lesen, dass
zur Gegendemo ein Bündnis von Organisationen und Parteien aufgerufen hatten. Unterstützung erhielt der Protest auch von SPD, Grünen und Linkspartei. Der Landesvorstand der Linken hatte die Demonstration gegen den »Marsch für das Leben« mit einem Beschluss unterstützt. Mit dabei waren auch Aktivistinnen der Frauenrechts-Gruppe Femen. Sie hatten Parolen wie »Mein Körper, mein Recht« auf ihre nackten Oberkörper geschrieben.
Die Zahl der Demonstranten soll laut dieser Zeitung 1000 gewesen sein.
Man lügt und redet sich also dieses Ereignis ein bisschen schöner.

In einer Berliner Zeitung wird von 2000 Menschen geredet.

Der rbb hat in der Vergangenheit seine Haltung schon längst durchschauen lassen und legt sich gar nicht erst fest.

Bei „domradio.de“ stimmen die Zahlen und auch der Text.

Bei der Kundgebung legte eine Frau, die eines ihrer
Kinder abgetrieben hatte, Zeugnis ab:
„Sofort nachdem der Eingriff beendet war, wusste ich, dass ich mein Kind getötet hatte.“ Eine
vom Down-Syndrom betroffene junge Frau äußerte: „Ich bin froh, dass ich auf der Welt bin
und lebe!“ Beim Bühnenprogramm konnte Hedwig von Beverfoerde, Koordinatorin der Euro-
päischen Bürgerinitiative „One of us“ in Deutschland, verkünden: „Vergangene Woche haben
das europäische Quorum von einer Million Unterstützer erreicht! In Deutschland alleine haben mehr als 92.000 Bürgerinnen und Bürger unterschrieben. Das macht Mut!“

(dazu gibt es wieder ein Fotoset)

8 Gedanken zu „Marsch für das Leben 2013 in Berlin

  1. Es ist krass, wenn man eigentlich für das Leben und gegen Abtreibung ist und doch sich Beleidigungen unteren Niveaus (und Achtung, dass ist keine Crème!) anhören muss, die weder etwas mit dem Thema direkt zu tun haben, noch mit deren proklamierten „Toleranz“ konform gehen.
    Aber ja, das Wunderwerk Rhetorik ist nicht jedem vergönnt… *schade*

  2. Es war echt hart von den Gegendemonstranten so verachtet zu werden.Ich mußte die ganze Zeit an unsere Glaubensgeschwister denken die noch viel schlimmeres erdulden müssen.Gott segne Sie!!!

  3. Ich hatte mich gestern wirklich gefreut über die Bilder bzw. Schilder die man beim Marsch des Lebens in die Hand bekam um damit FÜR das Leben zu demonstrieren! Ich selbst hatte ein Schild von einen schlafenden, neugeborenen Kind in der Hand. Ich versteh es zum einen nicht wie man bei solchen Bildern (gefühlt trugen mehr Menschen diese Schilder als Kreuze) nicht ins Nachdenken kommt und hinterfragt ob das Kind wirklich erst nach der Geburt so (niedlich) aussieht! Das formt sich doch nicht erst kurz vor dem Start (oder während das Kind durch den Geburtskanal kommt) aus einem Zellklumpen zu einem Menschen!
    Auf der anderen Seite habe ich einen Mann bei der Kundgebung am Anfang beobachtet, der sich lauthals distanzierte von diesem „für das Leben“. Mit diesem unterhielten sich dann mehrere Menschen und er hat ihnen nicht ein einziges Mal in die Augen geschaut! Er starrte immer nur auf den Boden oder flüchtete mit seinem Blick irgendwo anders hin! … So schauen wahrscheinlich die Gegendemonstranten bei diesen vorher beschriebenen Schildern auch weg bzw. können gar nicht hinschauen. Das ist echt hart wenn man so gefangen ist, dass man nicht mal mehr Menschen in die Augen sehen kann!! Körpersprache deluxe!

  4. Ich war auch dabei und muss sagen, dass die paar Gegendemonstranten alle Hände voll zu tun hatten präsent zu sein und am Ende des Marsches heißer waren vom Schreien ihrer Parolen. Diese Parolen waren zu 75% am Thema vorbei…aber was solls

    Was mich erschreckt ist die Berichterstattung der öffentlichen Medien. Teilnehmerzahl unter die Hälfte der Polizeiangaben gedrückt. Texte von anderen Zeitungen 1:1 übernommen und vllt. 5 Femen-aktivistinnen, die ihre Brüste unbedingt in den Wind hängen müssen, bekommen mehr Aufmerksamkeit als 4500 Leute die für eineSache entreten…

    Trotzdem ein sehr guter Tag und eine Sache die mir weiterhin auf der Seele brennt. Vor allem der Lebensbericht des Mädchens mit Downsyndrom hat mich fast zum heulen gebracht. Solche Menschen sollen also vorgeburtlich selektiert werden…*DAGEGEN*

  5. Sorry ich muss gleich nochwas zur Berichterstattung loswerden:

    Schwach auch, wie auf die Argumente der Lebensrechtgruppen eingegangen wird: wir sind nicht einfach nur „Fundamentalisten und Abtreibungsgegner die ihre Position mit Glaubensgrundsätzen begründen“.

    Wir sehen es so, dass das menschliche Leben mit der befruchteten Eizelle beginnt! Und das ist im EU-Recht so auch verankert! Und wir ziehen unsere Schlüsse aus dieser Position: menschliches Leben in jeder Form muss geschützt werden und darf nicht gedankenlos beendet, bzw. selektiert werden…

    Aber wahrscheinlich ist das zu komplex für die Bericherstattung.

  6. Für mich war es ja das erste Mal das ich dort mit gelaufen bin. Ich habe echt viele Eindrücke bekommen und muss sagen, dass ich es echt nicht verstehen kann wie man sich selbst als pervers abstempeln kann. Ist schon irgendwie schrääg. Aber etwas anderes hätte ich gar nicht erwarten sollen. Naja dann fande ich es total unnötig das Mädchen einfach so ihre Shirts vergessen haben anzuziehen. Aber sonst war es ein tolles Gefühl für die einzutreten die nicht selbst diesen Schritt gehen können.

  7. Ebenfalls das erste Mal dabei war es für mich ein krasses, unbeschreibliches Gefühl, verspottet und beschimpft zu werden. Trotz Ankündigungen hatte ich es nicht so krass erwartet. Gott sei Dank mussten wir schweigen…wer weiß, was mir sonst vielleicht rausgerutscht wäre.

    Traurig bin ich über all die Gegner des Marschs. Bei einigen hatte ich das Gefühl, dass sie nicht wirklich ihre eigene Meinung vertreten, sondern einfach nachplappern, was ihre Clique oder ein paar Leute aus ihrer Szene sagen. Hoffentlich kommen sie eines Tages an den Punkt, ernsthaft und eigenständg über den Beginn des Lebens (und den Tod und danach) nachzudenken und vielleicht entdecken sie dabei ja sogar Gott hinter allem. Ich wünsche es Ihnen. Und wenn meine Kinder dann einmal so werden wie sie, echte Nachfolger Jesu, dann hab ich da überhaupt nix dagegen.

  8. Ich fand den Tag total bewegend. Die Zeugnisse waren echt krass und es ist die eine oder andere Träne geflossen. Ich fand das Mädchen mit dem Downsyndrom voll niedlich, hab ja selber schon mit Behinderten gearbeitet und weiß, was für ein Schatz und Segen diese Menschen in meinem Leben waren. Einer meiner Lieblinge, der sich wegen Muskelschwund kaum noch bewegen konnte hat mir mal gesagt, als es mir nicht gut ging: André, take life esay, also nimm das Leben leicht, und das aus seinem Mund. Diese Menschen sind wertvoll!!!
    Die Gegendemonstranten kamen mir wesentlich mehr vor, hab mich gefragt was die polnische oder russische Antifa da dabei wollte, aber die tanzen ja auf jeder Hochzeit. Ich kann echt nicht verstehen, wie man schreien kann. die Deutschen sterben aus, und ist selbst einer, WO IST BITTE DA DER VERSTAND!..Mir zeigt nur, dass diese Leute im Innern ganz allein und traurig sind. Sie können nicht mal diese guten Sachen hören, die dort gesagt wurden. SCHADE.de…

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