Warum ist Stille …

… manchmal so schwer zu ertragen ?

Eine Kurzgeschichte dazu:

Die Stille

Zu einem Einsiedler kamen eines Tages Menschen.
Sie fragten ihn: „Welchen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille?“

Er war gerade mit dem Schöpfen von Wasser beschäftigt, aus einer tiefen Zisterne. Er überlegte und sprach: „Schaut in die Zisterne. Was seht ihr?“
Die Besucher blickten in die tiefe Zisterne:“Wir sehen nichts.“ Nach einer Weile forderte der Einsiedler die Leute wieder auf: „Schaut in die Zisterne. Was seht ihr?“ Sie blickten hinunter und sagten: „Jetzt sehen wir uns selbst!“

Der Einsiedler sprach: „Als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig, und ihr konntet nichts sehen. Jetzt ist das Wasser ruhig, und man sieht sich selber. Das ist die Erfahrung der Stille.“


Weil wir uns nicht sehen und spiegeln wollen?

Weil wir den Lärm in uns nicht ertragen wollen?

Weil viele Angst vor Stille haben und sich ablenken ?

Weil in der multimedialen Welt keine Zeit für Stille ist ?
(das Gehör verlangt dann nach „Hintergrundgeräuschen“)