Infantilismus

Der Begriff Infantilismus bezeichnet den Zustand des Zurückbleibens auf der Stufe eines Kindes und kann sich sowohl auf die körperliche als auch auf die geistige Entwicklung beziehen. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort infantilis (dt. kindlich) ab und hat in den einzelnen Fachgebieten genauer abgegrenzte Bedeutungen.

So wird eine Person als infantil bezeichnet, die sich nicht ihrem Alter entsprechend verhält, kindisch und unreif.

Männer, die zu lange oder immer Kinder geblieben sind, ohne die Kraft zur Selbstkritik, aber mit ewigen Hemmungen aus dem dumpfen Bewußtsein persönlicher Schwäche und von dem kranken Gedanken getrieben, die Gesellschaft abzuändern, die ihnen zu männlich, zu gesund, zu nüchtern ist.

Infantile Menschen verhalten sich wie Kinder oder Pubertierende, obwohl sie vom biologischen Alter her zur Welt der Erwachsenen gehören.

“Will ich auch haben!”

Ein Mathematiker kann hervorragende berufliche Leistungen erbringen, als Mitarbeiter und im Privatleben sich jedoch kindisch benehmen.

Häufig ist eine infantile Haltung bereits am träumerischen Blick zu erkennen, an der Kleidung, an der Frisur oder am egozentrischen, ungezügelten Benehmen.
Infantile Haltungen können bis ins hohe Alter fortbestehen.

Die Ich-Bezogenheit des Infantilen ist ungezügelt wie die eines Kindes. Manchmal quälen Angst, Niedergeschlagenheit, Eifersucht oder andere Symptome den Infantilen so sehr, daß er bereit ist, innezuhalten und sich weiter zu entwickeln.

Der infantile Erwachsene fühlt sich oft:

ungerecht behandelt, zurückgewiesen, ist oft bockig oder eingeschnappt und trotzig, bemitleidet sich oft selbst, nörgelig, tröstet sich übermäßig mit Schokolade … usw

Ertappt?

Erziehe dein inneres Kind mit Selbsthumor !
Übernimm Verantwortung für ANDERE !
Beobachte deine Reaktionen … sind sie oft kindisch?
Werde ein reifer und erwachsener Mensch.

Mangelnde Reifung ist eines der größten Probleme unserer Gesellschaft.
Suche dir reife Vorbilder.

5 Gedanken zu „Infantilismus

  1. Meine Meinung ist, ein bisschen Kind/isch steckt in jedem und solange es nicht überhand nimmt ist es auch völlig in Ordnung sonst wäre das Leben öfter mal viel zu langweilig. Es gehört einfach dazu mal rumzualbern und nicht darüber nachzudenken was andere in dem Moment von dir halten. Ich finde solange man sich in ernsten Situation oder im Berufsleben erwachsen verhält und reagiert kann man in seiner Freizeit auch mal ein bisschen Kind sein. Stellt euch mal das kuq ohne das tägliche rumgealber vor! Wäre langweilig oder?! 😀
    Was ich damit sagen will, wir werden alle so schnell erwachsen und müssen Entscheidungen für’s Leben treffen, da kann man auch mal ab und zu Kind sein 😉

  2. So aus Spaß kindisch zu sein … daran ist nichts auszusetzen.
    Da gebe ich dir völlig Recht!
    **Es geht nicht um Späße und um das „Herumalbern“.
    Das lieben wir wohl alle!!!**
    Infantiles Verhalten ist **nicht** wirklich **lustig**.
    Wenn ein Erwachsener schnell herumnörgelt,
    trotzig reagiert, oft eingeschnappt ist, immer mit seinem Willen durchkommen will, herumbockt, schnell beleidigt ist, neidisch und eifersüchtig, wenn er immer meint zu kurz zu kommen … dann ist dieses Verhalten nicht dem Alter entsprechend. Es ist unreif!
    Es ist ein Unwille da erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen.
    Immer mehr Enddreißiger verlängern ihre Jugendzeit bis hart an die Grenze zum Vorruhestand, während Jugendliche erst gar keinen Antrieb verspüren, erwachsen zu werden: Boys-Group-Kult und Girlie-Mania.
    Was wäre denn das Gegenteil?
    Das Erwachsensein!
    Entscheidungen treffen können, Verantwortung übernehmen (auch für sein eigenes Verhalten),
    Vergeben können, trösten und ermutigen.
    Anderen Helfen und einen Halt bieten. Zufriedenheit und Standhaftigkeit. usw …
    Über Tugenden lernt man leider wenig oder gar nichts.
    Doch ist es angenehm für jeden der mit solchen „erwachsenen“ Menschen zusammen ist.

  3. Entschuldigung da hab ich was verwechselt, mein Kommentar war zu allgemein. Nach der Erklärung seh ich das nämlich genauso wie du Ela. Wenn sich ein Erwachsener so benimmt dann ist das wirklich unreif, dieses Verhalten wie nörgeln, bockig sein, Willen durchsetzen usw. kennt man von Kindern und wer das noch als Erwachsener macht will sich anscheinend nicht weiterentwickeln oder die Verantwortung für Dinge und Menschen nicht übernehmen ( z.b. als Eltern). Menschen werden nunmal älter das kann man nicht ändern also sollte man mit zunehmend Alter auch innerlich wachsen und sich nicht mit allen Mitteln dagegen wehren.

  4. Hallo, ich bin mit einem über 50-jährigen Mann zusammen, der seine Eltern im Alter von 9 Jahren verlor. Er hat weiterhin sicherlich viel Liebe und Fürsorge, allerdings auch meist seinen Willen bekommen (Oma zog ihn und seine Geschwister auf). Ein „Nein“ und Grenzen lernte er nicht. Infantilität ist beizeiten lustig, aber wenn sie immer ganz besonders betont in extremen Lebenssituationen wie Scheidung, Tod, Unfall, Krankheit, Arbeitslosigkeit, etc. (also nicht lustigen Situationen) zum „Ausbruch“ kommt und der „Klassenclown“ (wie oben erwähnt: damals 9 Jahre alt) versucht, unterhaltsam und witzig zu sein, ist es einfach nur noch peinlich. Und er selbst merkt, daß er sich dann nicht unter Kontrolle bekommen kann. Ich kann ihn dann auch nicht mehr psychisch erreichen, sondern lediglich versuchen, ihn von der Situation körperlich wegzuziehen. Nein, Infantilität ist NICHT LUSTIG !

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