„Marsch für das Leben“ Berlin 2014

Dieses Jahr sind wir wieder nach Berlin gefahren, um mit ca. 5000 weiteren Menschen am „Marsch für das Leben“ teilzunehmen. Auf dem 4,5 km langen Marsch begleiteten uns (wie immer) Gegendemonstranten und Polizisten. Viele Touristen beobachteten das Spektakel:
wie Jungs (z.B.mit Flügeln, Rock und Lillifeestab bekleidet) buntes Pulver auf ältere Herrschaften verteilten und dabei riefen: „Es gibt keinen Gott!“, wie gegensätzlich die Fronten agieren und welche Aussagen einander gegenüber stehen.

Dabei scheint alles so unlogisch: Homosexuelle benötigen keine Abtreibung, da eine natürliche Empfängnis ausgeschlossen ist. Ein ca. 15 Jähriger hält ein Schild hoch „Kinder sind scheiße“ und ist selbst eines. Wenn „Kinder so scheiße“ sind, wieso verlangt man dann ein Adoptionsrecht für die gleichgeschlechtlichen Partnerschaften?

Wie auch immer … für die kleinen Krümel waren wir auf der Straße. Schade um jeden, der nicht geboren wird.

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7 Gedanken zu „„Marsch für das Leben“ Berlin 2014

  1. Irgendwie fand ich das sehr bedenklich, dass die „Abtreibungsbefürworter“ mit Satire und Ironie alles ins lächerliche ziehen wollten. Einer schrie sogar „Hätt meine Mama abgetrieben, wär ich euch erspart geblieben“…sorry aber bei so ernsten Themen bedarf es doch ein paar sinnvollerer Argumente, oder? Nicht einfach immer nur dagegen!

    Und dann dachte ich, die von links gewünschte Anarchie funktioniert einfach nicht. Ich bin immer von anderen abhängig. Ich bin von der Verkäuferin abhängig, vom Müllmann…usw und kann nicht alles selbst bestimmen! Von denen von den ich abhängig bin erwarte ich doch irgendwie IMMER, dass sie zu meinem Besten/ Vorteil handeln, oder etwa nicht? Genauso ist es mit kleinen Kindern, die von ihren Eltern abhängig sind. Genauso ist es mit ungeborenen Kindern, die von den Entscheidungen ihrer Eltern abhängig sind. Wir sind nun mal Herdentiere =). Da kann man nicht alles selbst-bestimmen!

  2. Erst einmal ein Dankschön für alle die mit gewesen sind. Das war richtig wichtig, wie man gestern gesehen hat.

    Ansonsten habe ich gestern mitbekommen wie dankbar, man für nen gesunden Menschenverstand sein kann, der weiß, dass das Leben echt wertvoll und schützenswert ist. Das man dankbar sein kann für jeden Menschen der genauso tickt. Der Werte und das selbstverständlichste (das Leben) hoch hält.

    Ich muss aber auch sagen das mich der Anblick der Gegendemonstranten in bissl traurig gemacht hat. Wie viel Hass, Ablehnung und Enttäuschung muss man erlebt haben, um zu dem Entschluss zu kommen, dass man sich nur selber helfen kann und Selbstbestimmung das einzig Wahre ist, dass man sich selber so sehr hasst, dass man selbst am liebsten abgetrieben worden wäre oder den gesamten Selbsthass auf alles transferiert was lebt. So viel Todessehnsucht ist enorm bedenklich und sollte unserer Regierung wirklich zu denken geben.
    Außerdem stellt sich die Frage mal wieder nach der sooft zitierten Toleranz, welches gerade die Linksparteien so enorm fordern, davon war gestern überhaupt nix zu sehen. Vielmehr war eine Wertephobie und Lebensphobie bei den Demonstranten zu beobachten gegen die man mit aller Lautstärke und Macht vorgehen muss. Und das ist dann die Toleranz die von den Linken, den Grünen und der SPD gefordert ist? Na dann gute Nacht Deutschland.

  3. Es war auch dieses Jahr wieder eine Ehre für das Leben und besonders für die ungeborenen Kinder auf die Straße zu gehen und schweigend und friedlich zu demonstrieren.

    Die Gegner waren nicht ganz so friedlich. Sie warfen mit Farbe nach älteren Menschen, schrien lautstark ihre sexuellen Wünsche und Vorlieben in die Menge und verlangten vehement nach Abtreibung und Selbstbestimmung. Mit hasserfüllten Parolen wurden die Marschteilnehmer und insbesondere Christen beleidigt. Das nennt man in linken Kreisen dann warscheinlich gelebte Freiheit und Gleichheit. Dabei haben sie bei der Ansprache vor dem Marsch sicherlich schlecht zugehört als man auf das Mahnmal der Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie hinwies und eine Gedenkminute eingelegt wurde. Denn als alle Marschteilnehmer gedenkend schwiegen, fingen die Gegendemostranten an zu pfeifen und zu trommeln.
    Das zeigt für mich wiederholt sehr deutlich das die Anhänger der Selbstbestimmmung noch nicht verstanden haben das durch ihr handeln mehr Menschen getötet wurden und werden, als durch die Gräueltaten der Nationalsozialisten im Dritten Reich.

  4. *„Wir wollen nie wieder braunes Gedankengut, auch nicht solches, was rot lackiert ist.“* ich fand diese Aussage mehr als treffend für diesen Tag!… Ich kann es nicht verstehen warum man sich selbst als pervers bezeichnet. Das ist mir wirklich ein sehr großes Rätsel. Ich kann auch nicht verstehen wie man schreien kann das Kinder scheiße sind aber ein Adoptionsrecht haben will. Ich werde nicht nachvollziehen können wie man ein Bild von einem super süßen Baby mit seiner Mutter verschandeln will (was aber verhindert werden konnte) ;D. Ich kann für solche Gegendemonstranten lediglich Mitleid empfinden, denn wie kaputt muss man sein um sowas wundervolles wie ein Kind verhindern zu wollen.

  5. Ich war nach all dem Erzählten im Vorfeld sehr gespannt, was da alles auf mich zukommt.

    Als Bilanz zusammen gefasst kann ich sagen: so was muss man einfach mal erlebt haben, dann weiß man in was für einer Not wir in Deutschland leben, die Gegendemonstranten vorwiegend Jugendliche und junge Erwachsene sind und alles Andere was schon gesagt wurde! Ich fand es erschreckend, aber es war ein krasses Erlebnis.

  6. In der Nacht vor dem Marsch gab es einen Anschlag auf die Bundesgeschäftsstelle des BVL.
    Mit Hammer und Farbe verwüsteten die Gegner Räume, wo Väter und Mütter beraten werden weil sie Hilfe brauchen. Getroffen wurde auch die Kleiderkammer für Babys.
    Gewalt aus Mangel an Argumenten!

  7. Auf dem gestrigen Marsch für das Leben mit 5000 Teilnehmern in Berlin wurde der einzige Bundestagsabgeordnete, der daran teilnahm, der Christdemokrat Hubert Hüppe aus Unna, mit einem Farbbeutel attackiert. Wie Hüppe der Evangelischen Nachrichtenagentur Idea (Wetzlar) sagte, hatten ihn zuvor bereits zwei Gegendemonstranten geschlagen. Beide seien Mitarbeiter der ZDF-Satiresendung „Heute-Show“. Falls das stimmt, wäre das eine bodenlose Frechheit des GEZ-Staatssenders, und man kann nur hoffen, daß Hüppe das juristisch weiter verfolgt.

    (Quelle PI News)

    Ich habe die ZDF Leute eine Weile beobachtet.
    Sie suchen sich sehr gezielt ihre Leute fürs Interview aus.
    Vom Outfit sehen die Herren vom Fernsehen aus wie … ach ich sags lieber nicht ;-).
    Seriös ist das ZDF schon lange nicht mehr.

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