Pokemon Go

O-Ton einer Mutter mit Kind im Zug:
„Das Pikachu befindet sich in Bayern und da hab ichs noch nicht gefangen.“

Die Rede ist hier von einem „Spiel“ für iPhone und Android-Geräte, wo man zwischen der echten Welt und der virtuellen Welt der Pokémon hin und her reist!

Der Begriff „Pokemon“ steht für „Pocket Monster“ oder „Taschendämonen“ – wobei das engl. Wort poke auch eine sexuelle Konnotation hat wie etwa „bumsen“. Dieses diabolophile Phänomen begann Mitte der 90er Jahre in Japan. Der Pokemon-Erfinder Satoshi Tajir war u.a. inspiriert vom Animismus – dem heidnischen Glauben an eine von Geistern bewohnte Natur. Der japanische Shintoismus lehrt, die Welt sei von tausenden „Kami“ (Götter-Geistern) bewohnt. Wenn Menschen diesen Geistern Aufmerksamkeit, Nahrung und Weihrauch darbringen, verleihen die Kami Glück und Erfolg; im anderen Fall hat man mit Rache und Feindseligkeit zu rechnen.

Nun gehen scharenweise spielfreudige – also insbesondere junge – Leute auf die Suche nach virtuellen Geistwesen, die in Anlehnung an den japanischen Shintoismus entwickelt wurden.

Die vollständige Verdummung der Weltbevölkerung schreitet voran.
Hallo ? Es gibt eine faszinierende reale Welt!

Pokemon
(Fotoquelle: inside-handy)

7 thoughts on “Pokemon Go

  1. Total verrückt.
    War ja auch abzusehen, dass dadurch so manche Unfälle passieren. Menschen werden angefahren weil sie achtlos Pokemons hinterherlaufen und Autos fahren in Gräben, weil das Viech auf dem Lenkrad saß.
    Den schönsten Satz fand ich:
    „Die Gewalt auf Zocker nimmt zu“ – ja gut, wenn ein Haufen geistesabwesender Menschen nachts durch die Gassen steuert auf der Suche nach Pokémonmonstern und dabei ausgeraubt wird …. Tut mir es wirklich leid 😀

  2. Ich finds sinnlos. Als wenn die angeblich sozialen Dienste das Handy nicht schon genug an der Hand festkleben. Scheinbar gibt es immer eine Steigerung. Ich korrigiere mich selbst: sinnlos ins Quadrat.
    Wenn du noch am realen Leben teilnimmst und mit deinen Augen direkt in die Welt guckst ohne ein Smartphone dazwischen- Glückwunsch, es gibt viel zu entdecken:-)
    Es soll auch Menschen geben die direkt mit anderen Menschen sprechen, ohne Telefon und Kamera,Sprachnachricht und so. Kann dir nur beipflichten Ria: Total verrückt.

  3. Ich beobachte die Sache interessiert (mal schauen was da bei raus kommt) und belustigt. Bin ja nicht so der Massenhype-Typ und war gespannt was passiert wenn die App in Deutschland verfügbar ist. Bilanz einer Woche: auf Arbeit hat es schon um sich gegriffen, Pokemonier halten auf der Starße an irgendwelchen Punkten mit dem Auto an, vor unserem Haus sieht man regelmäßig in Handys starrende Spieler vorbeiwandeln (meist zu zweit), aber immerhin ist mir noch keiner vors Auto gelaufen 😉

    Die Meldungen werden auch immer skurriler, in Braunschweig werden „Hotspots“ von der Polizei wegen Ruhestörung geräumt (zu viele Pokemonjäger Nachts in der Fußgängerzone), Leute fahrn mit Auto in Fußgängerzonen um Pokemons zu sammeln, in Kassel bittet die Poliziei die Pokemonier um die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, weil der Verkehr zusammengebrochen ist.

    Auf der einen Seite lach ich darüber, auf der anderen: Hilfe!!!

  4. Ohne Worte.

    Da klingeln Kinder bei Fremden an der Haustüre und wollen ins Haus, weil im Treppenhaus ein Pokemon ist.

    Da wird auf der Straße gejubelt, wenn man eins gefangen hat.

    Diese und andere Storys gäbe es zu erzählen, aber unterm Strich ist es einfach nur traurig, wie sich Menschen ihr Leben rauben lassen.

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