Shawn Johnson – versagt

So haben viele in der Welt im Jahr 2008 über Shawn Johnson gedacht. Sie sollte die nächste großartige Amerikanische Leichtathletin werden und eine handvoll Goldmedallien von den Olympischen Spielen 2008 aus Beijing mit nach Haus bringen. Stattdessen erhielt sie eine, lief die meiste Zeit hinterher und verlor den begehrten Allround Titel an ihre Teamkameradin Nastia Lukin.

„Ich fühlte mich als ob ich die Welt enttäuscht hätte. Ich dachte, wenn die Welt mich als nichts anderes sieht,
dass wenn ich als Athlet versagt habe, dann habe ich versagt ein Mensch zu sein.“

Dieses Gefühl grub sich in ihre Erinnerung als die Person, die ihr die Silbermedallie überreichte, sich zu ihr lehnte und zwei Worte sagte: „Es tut mir leid.“

Diese Enttäuschung motivierte sie dazu im darauffolgen Jahr die Show Dancing with the Stars (dt. Lets Dance) zu gewinnen und wurde zum Treibstoff für ein Comeback bei den Olympischen Spielen 2013 in London. Aber bald forderte die Last der Perfektion und der Erwartungen ihren Tribut.

Sie fand eines Tages, während sie sich auf ihre Übungen auf dem Schwebebalken vorbereitete, Frieden. Da war etwas – oder besser gesagt jemand – der zu ihr sprach.

2 thoughts on “Shawn Johnson – versagt

  1. Immer wollen wir erster sein und alles was dahinter kommt ist: versagt!!
    Wer will schon zweiter sein! Kenn ich! Ich muss gewinnen egal welches Spiel und egal wer grad mitspielt…
    Ich muss beweisen, dass…

    Sinnloser Kampf!

    Ich wünsch mir, dass wir auch so fröhlich sagen können ich bin zweiter!

    Aber das geht nur über IHN! =)

  2. Ich kann leider nicht wiederstehen einen Kommentar hier zu lassen. Diese Geschichte erinnert mich sehr an meine Zeit als ich Fußball spielte. Ich kann sie sehr verstehen in so vielen Aspekten! Und diesen Frieden, den durfte ich auch spüren. Es geht nicht mehr darum was die Welt über mich sagt aber was ER über mich denkt! Und mal so ganz unter uns, ich habe mehr Erfolg seit dem ich bereit bin auch die Zweite zu sein 😉

    I am more successful being second than being first. 😉

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