was wir verlernen

Die Menschen verlernen das Warten.
Das reine Warten, ohne Ablenkung durch Surfen, Spielen, Chatten stirbt aus.
Warten verlangt Selbstdisziplin.
Heute können viele noch nicht mal fünf Minuten an der Supermarktkasse warten,
ohne das Handy zu zücken.
Gestern stand ich beim „Rossmann“ an der Kasse.
Die Dame vor mir ist am bezahlen, da klingelt ihr Smartphone.
Sie geht natürlich ran weil das ja scheinbar IMMER und ÜBERALL Priorität
Nummer eins ist. Dabei versucht sie dann den Einkauf irgendwie mit einer Hand
zu sammeln, die Gegenstände fallen ihr immer wieder herunter.
Selbstverständlich wartet die Kassiererin und auch alle Kunden hinter ihr.
Viele schauen noch nicht mal beim Einsteigen in den Bus oder beim
Autofahren vom Display auf. Heute sind mir wieder viele solcher „Geisterfahrer“
mit beleuchtetem Gesicht entgegen gekommen.


Die Abhängigkeit vom Smartphone ist übrigens ähnlich wie die von Nikotin oder Alkohol.

Was sind die positiven Seiten am wirklichen Warten?
Ein Moment der Pause.
Man kann nachdenken.
Gelegenheit schaffen für kreative Einfälle.
Die Beobachtungsgabe wird geschult.
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Der Anrufer kann also durchaus warten, es wird ihm nicht schaden.

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