kluge Nonnen

In der Notzeit nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren Nonnen aus einem Kloster
in Trier ab und an in das nahe Luxemburg, um dort Lebensmittel einzukaufen,
die es damals in Deutschland nicht gab.
Zu allerhand Nahrungsmitteln besorgten sie auch einige Pfunde guten Bohnenkaffee.
Diese besonderen Schätze verstauten sie in ihrer weiten Ordenstracht,
indem sie die Kaffeepäckchen unter die Arme einklemmten.
Einmal gerieten sie in eine Zollkontrolle, und der Zöllner fragte die Nonnen streng,
ob sie etwas eingekauft hätten.
Eine der Nonnen sagte ganz offen:
„Ja, wir haben mehrere Pfund Kaffee gekauft,
aber den haben wir unter den Armen verteilt!“
Die Nonnen durften ungehindert weiterreisen.
(aus Axel Kühner „eine gute Minute“)

Ein Gedanke zu „kluge Nonnen

  1. Das ist soo gut ^^!
    Kreativ, und sie haben nur die Wahrheit gesagt!
    Ein hoch auf die deutsche Sprache und kleine Wortspielereien ^^

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