Hauptstadt Jerusalem – Wussten Sie das?

Von Gerd Buurmann:

Sie haben nur negative und kritische Stimmen zu der Jerusalem-Rede
von Donald Trump gehört?
Egal wie Sie zu Trump stehen, aktive Einseitigkeit und die Weigerung,
die andere Seite wenigstens zu hören, sind keine guten Berater.
Daher habe ich diesen Beitrag verfasst, damit er es wenigstens ermöglicht,
dass Sie von den Argumenten der anderen Seite erfahren.
Ich kenne zur Genüge die Argumente meiner Gegnerinnen und Gegner,
sie sind schließlich der Mainstream von der ARD bis zum ZDF, vom Spiegel bis zum Fokus.
Ich freue mich daher, wenn Sie diesen Beitrag teilen und so dafür sorgen,
dass diese Argumente auch ein wenig verbreitet werden.

„Unsere größte Hoffnung ist und bleibt der Frieden, die universelle Sehnsucht
in jeder menschlichen Seele. Der Nahe Osten ist eine Region reich an Kultur,
Geist und Geschichte. Die Menschen dort sind brillant, stolz und vielfältig,
lebhaft und stark. Aber die unglaubliche Zukunft, die auf diese Region wartet,
wird durch Blutvergießen, Ignoranz und Terror in Schach gehalten.
Es ist an der Zeit, dass alle zivilisierten Nationen und Menschen,
auf Meinungsverschiedenheiten mit vernünftigen Debatten reagieren
und nicht mit Gewalt.
Lassen Sie uns alte Vorstellungen überdenken
und öffnen wir unsere Herzen und Gedanken für das, was möglich ist.
Und schließlich bitte ich die politischen und religiösen Führer der Region,
Israelis und Palästinenser, Juden, Christen und Muslime,
uns bei der Suche nach einem dauerhaften Frieden zu unterstützen.“

Diese Rede wurde am 6. Dezember 2017 vom amerikanischen Präsidenten gehalten.
Haben Sie in den Zeitungen und in den Nachrichten irgendwelche positiven Reaktionen
und Kommentare zu dieser Rede gefunden? Wenn nicht, wundert Sie das nicht?

Ich vermute mal, Sie werden auf Aussagen gestoßen sein wie,
der amerikanische Präsident schütte Öl ins Feuer, zerschlage Porzellan,
gefährde den Frieden, provoziere einen Flächenbrand und erteile der
Zwei-Staaten-Lösung eine Absage. Habe ich recht? Wie ist das möglich?
Wie kann es sein, dass über eine Rede, die einen solchen Appell an den Frieden beinhaltet,
derart negativ berichtet wird?
Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas,
Abdallah Jarbu, erklärte in einer öffentlichen im Februar 2010:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt.
Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten,
denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt,
eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt,
jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen!“

Haben Sie von dieser Rede gehört? Wenn nein, wundert Sie das nicht?
Damals heulten nicht die besorgten Stimmen durch die Titelseiten aller Zeitungen
und erklärten, der Frieden werde durch diese Rede gefährdet.
Der Chef der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas in Gaza, Jahia al-Sinwar,
erklärte am 19. Oktober 2017 bei einer Rede vor Jugendlichen:

„Es geht nicht darum, ob wir Israel anerkennen oder nicht, sondern um die Frage,
wann wir es auslöschen und seine Existenz beenden.“

Haben Sie von dieser Rede gehört? Wenn nein, wundert Sie das nicht?
Damals sendeten die Tagesschau und das Heute Journal nicht minutenlange Berichte
und Kommentare und erklärten einstimmig, der Gaza-Chef zerschlage Porzellan
und schütte Öl ins Feuer. In der Gründungscharta der Hamas steht:

„Artikel 7: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden
bekämpfen und sie töten“

„Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die
internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst
im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung.“

Wussten Sie, dass die Gründungscharta der Hamas die Vernichtung aller Juden
und somit den Holocaust fordert? Wenn nein, wundert Sie das nicht?
Warum haben Ihnen ARD und ZDF nicht erklärt, dass die Forderung nach einem Holocaust
eine Gefahr für den Frieden ist und das größte Hindernis auf dem Weg hin zu einer
Zwei-Staaten-Lösung? Abbas sagte einst:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen
Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Wussten Sie das? Wenn nein, wundert Sie das nicht?
Hat in Ihren Magazinen nicht gestanden, dass eine solche Rede einen Flächenbrand provoziert?
Haben Sie denn wenigstens gehört, dass die deutsche Regierung diese Rede verurteilt hat?
Vermutlich nicht, denn die deutsche Regierung kann sehr gut leben mit dem Mann,
der ein „judenreines“ Palästina fordert.
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel nennt ihn sogar „Freund“:

„Habe meinen Freund Mahmoud Abbas getroffen.
Dtl. steht zur Zwei-Staaten-Lösung & unterstützt den Aufbau staatlicher
Strukturen in Palästina.“

Die Kinder Gazas werden dazu erzogen, Juden zu hassen.
In den Schulen und im Kinderfernsehen wird gelehrt,
Juden seien keine Menschen und es mache Spaß, sie zu töten.
Sie lernen Lieder,
in denen die Vernichtung von Juden gefeiert wird und lernen Gedichte auswendig,
in denen es heißt, Juden seien die größte Plage der Welt und gehörten ausgerottet.
Eltern erklären ihren Kinder, sie seien stolz, wenn sie als Selbstmordattentäter Juden töten.
Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein,
den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat,
folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen,
solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Wussten Sie das? Wenn nein, wundert Sie das nicht?
Ist die Forderung nach einem Holocaust etwa keine Absage von der Zwei-Staaten-Lösung?
Ist vielmehr die Rede des amerikanischen Präsidenten eine solche Absage?
Welche Zeitungen lesen Sie? Welche Nachrichten schauen Sie? Wer druckt sowas?
Wer sendet sowas? In der Unabhängigkeitserklärung Israels steht:

„Wir wenden uns – selbst inmitten mörderischer Angriffe,
denen wir seit Monaten ausgesetzt sind – an die in Israel lebenden Araber mit dem Aufrufe,
den Frieden zu wahren und sich aufgrund voller bürgerlicher Gleichberechtigung
und entsprechender Vertretung in allen provisorischen und permanenten Organen
des Staates an seinem Aufbau zu beteiligen.
Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden
und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfe
mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf.
Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen
um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Wussten Sie das? Wenn nein, kann es sein, dass Sie einfach öfter gehört haben,
wie Israel kritisiert wurde und so zu der falschen Erkenntnis gelangt sind,
Israel sei ein ganz schlimmer Staat? Sie werden vermutlich auch gehört haben,
Benjamin Netanjahu sei ein ganz schlimmer Finger und ein übles Hindernis
für den Friedensprozess. So spricht der böse Mann:

„Ich bin sicher, viele von Ihnen haben schon mal die Behauptung gehört,
die jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria, in der sogenannten Westbank,
seien ein Hindernis für den Frieden. Mich hat diese Behauptung stets verwirrt,
denn niemand würde ernsthaft behaupten, die fast zwei Millionen Araber,
die in Israel leben, seien ein Hindernis für den Frieden. Sie sind es nicht!
Im Gegenteil! Israels Vielfalt ist ein Beweis an Offenheit und Bereitschaft für Frieden.
Die palästinensische Führung jedoch verlangt einen palästinensischen Staat
mit einer Vorbedingung: Keine Juden! Es gibt einen Begriff dafür: Ethnische Säuberung!

Diese Forderung ist empörend. Und es ist noch empörender, dass die Welt
das nicht empörend findet. Einige sonst aufgeklärte Länder unterstützen
diese empörende Forderung sogar. Stellen Sie sich selbst mal diese Frage:
Würden Sie ethnische Säuberung in Ihrem Land akzeptieren?
Ein Gebiet ohne Juden, ohne Hispanics, ohne Schwarze?
Seit wann ist Bigotterie ein Fundament für Frieden?

In diesem Moment spielen jüdische Kinder in Judäa und Samaria
in Sandkästen mit ihren Freunden. Macht ihre Anwesenheit Frieden unmöglich?
Ich glaube nicht! Ich denke, die Intoleranz Anderer macht Frieden unmöglich.
Gesellschaften, die alle Menschen respektieren, gehen auf Frieden zu.
Gesellschaften jedoch, die eine ethnische Säuberung fordern, wollen keinen Frieden.

Ich sehe einen Nahen Osten, wo junge Araber und junge Juden zusammen lernen,
arbeiten und leben können, Seite an Seite in Frieden.
Unsere Region braucht mehr Toleranz, nicht weniger. Das nächste Mal also,
wenn Sie jemanden sagen hören, Juden sollten irgendwo nicht leben,
vor allem nicht in ihrer angestammten Heimat, nehmen Sie sich einen Moment,
um über die Auswirkungen dieser Forderungen nachzudenken.
Ethnische Säuberung für den Frieden ist absurd.“

Haben Sie schon mal so darüber nachgedacht? Wenn nein, wundert Sie das nicht?
Warum hat Ihnen niemand gesagt, dass man es auch anders sehen kann?
Lesen Sie mal all die folgenden Aussagen von Benjamin Netanjahu und dann
fragen Sie sich, warum Sie öfter kritische Stimmen zu Netanjahu gehört
haben als zu Abbas. Benjamin Netanjahu hat gesagt:

„Präsident Abbas, ich weiß, es ist nicht einfach. Ich weiß, es ist schwer.
Aber wir schulden es unseren Völkern, es nochmal zu versuchen,
es immer wieder zu versuchen, denn gemeinsam, wenn wir tatsächlich verhandeln
und damit aufhören, darüber zu verhandeln, ob wir überhaupt verhandeln sollen,
wenn wir uns tatsächlich hinsetzen und versuchen, diesen Konflikt zwischen uns zu lösen,
uns einander anerkennen und einen palästinensischen Staat nicht als Sprungbrett
für eine weitere islamistische Diktatur im Nahen Osten verwenden,
sondern als ein Land, das in Frieden neben dem jüdischen Staat leben möchte,
wenn wir das tatsächlich tun,
dann können wir bemerkenswerte Dinge für unsere Völker erreichen.“

„Frieden beginnt mit Respekt.
Wenn Eltern das Leben ihrer eigenen Kinder nicht respektieren,
wie sollen sie das Leben ihrer Nachbarn respektieren können?
Wir müssen alle Kinder lieben!
Kinder sollten niemals zu Gewalt und Hass aufgefordert werden.
Schließen Sie sich meiner Forderung an, alle Kinder zum Frieden zu erziehen.“

Kennen Sie diese Aussagen? Wenn nein, wundert Sie das nicht?
Wie ist es zu erklären, dass Benjamin Netanjahu und Donald Trump den
Frieden gefährden sollen, nicht aber die Judenhasser von Abbas bis Jarbu,
die den Holocaust feiern und fordern? Was ist so schlimm daran, wenn Donald Trump sagt:

„Israel ist eine souveräne Nation, die wie jede andere souveräne Nation das Recht hat,
ihre eigene Hauptstadt zu bestimmen. Das anzuerkennen, ist eine notwendige Voraussetzung,
um Frieden zu erreichen. Vor siebzig Jahren haben die Vereinigten Staaten
unter Präsident Truman den Staat Israel anerkannt.
Seitdem hat Israel seine Hauptstadt in der Stadt Jerusalem, der Hauptstadt,
die das jüdische Volk in alten Zeiten gegründet hat.
Heute ist Jerusalem der Sitz der modernen israelischen Regierung.
Es ist die Heimat des israelischen Parlaments,
der Knesset und des israelischen Obersten Gerichtshofs.
Es ist der Ort der offiziellen Residenzen des Premierministers und des Präsidenten.
Es ist das Hauptquartier vieler Ministerien.
Jahrzehntelang haben amerikanische Präsidenten,
Staatssekretäre und militärische Führer ihre israelischen Kollegen
in Jerusalem getroffen, so wie ich es auf meiner Reise nach Israel Anfang
des Jahres getan habe.

Jerusalem ist nicht nur das Herz von drei großen Religionen,
sondern es ist heute auch das Herz einer der erfolgreichsten Demokratien der Welt.
In den vergangenen sieben Jahrzehnten hat das israelische Volk ein Land geschaffen,
in dem Juden, Muslime und Christen und Menschen aller Glaubensrichtungen frei sind,
um nach ihrem Gewissen und gemäß ihres Glaubens zu leben und zu wirken.
Heute erkennen wir endlich das Offensichtliche an: Jerusalem ist Israels Hauptstadt!
Dies ist nichts mehr und nichts weniger als eine Anerkennung der Realität.“

Donald Trump erkennt lediglich die Fakten an.
Jerusalem ist die Hauptstadt Israels und die wichtigste Stadt der Juden.
Einer der drei heiligsten Feiertage des Judentums endet mit dem Gebet:
„Nächstes Jahr in Jerusalem!“

Das Judentum kennt nur eine heilige Stätte.
Es ist der Tempel, der auf dem Tempelberg stand.
Dieser Tempelberg befindet sich in Jerusalem.
Diese Stadt ist für Juden so heilig wie Mekka für Muslime und der Vatikan für Katholiken.
Wer Juden Jerusalem abspricht, muss Muslimen Mekka und Katholiken den Vatikan absprechen.
Im jüdischen Tanach wird das Wort Jerusalem erstmals erwähnt.
Die erste Sprache, in der die Stadt beschrieben wurde, ist somit Hebräisch,
die Sprache der Juden und neben Arabisch die Nationalsprache Israels.
Jerusalem war in der langen Geschichte seiner Existenz lediglich
die Hauptstadt von Juden. Sie leben dort seit über 3000 Jahren,
länger als alle Christen und alle Muslime. Der Jude Jesus hat dort gepredigt.
Juden waren, werden und sind in dieser Stadt niemals illegale Siedler sein,
ob nun im Norden, Süden, Westen oder im Osten der Stadt!

Vor 2000 Jahren gab es in Europa keine Christen.
Vor über 1500 Jahre gab es im Nahen Osten keine Muslime.
Warum sind also Christen und Muslime keine illegalen Siedler in diesen Gebieten,
aber Juden in Jerusalem, die dort kontinuierlich seit über 3000 Jahren leben,
lange bevor sich irgendeine andere heute aktive Gemeinschaft dort niedergelassen hat?
Berlin wurde gegründet, bevor es Deutsche gab. Paris wurde gebaut, bevor es Franzosen gab.
London entstand, bevor es Engländer gab.
Wer erklärt, Jerusalem sei nicht die Hauptstadt der Juden,
kann Berlin nicht als deutsche, Paris nicht als französische
und London nicht als englische Hauptstadt anerkennen.

One thought on “Hauptstadt Jerusalem – Wussten Sie das?

  1. Und wer jetzt denkt das Präsident Trump hier eine Alleinentscheidung trifft: Durch den amerikanischen Kongress wurde der Beschluss die Botschaft zu verlegen und Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen, bereits 1995 getroffen. Mit dem Ziel „den Friedensprozess nicht zu stören“, wurde die Ausführung immer wieder vertagt, 22 Jahre lang. Mit der Anerkennung von Tatsachen kann man sich ja scheinbar etwas Zeit lassen.
    Ich bin gespannt welche Nation es als erstes auch anerkennt.

Kommentare sind geschlossen.