Völlerei im Kopf

Gelesen beim Frisör und erzählt von Dr. Christian Dogs:

„Ständig online sein, auf sozialen Netzwerken surfen – das brennt unsere
Seele aus und schadet unserem Gehirn.
Heute können wir mit unserer wenigen Zeit gar nichts mehr anfangen.
Mal eine halbe Stunde bewusst nichts zu tun,
Leerlauf – halten viele nicht mehr aus, sofort der Griff zum Handy.
Wir können Stille kaum mehr ertragen.
Ich erkläre Ihnen auch, warum: Dadurch, dass das Hirn ständig überladen wird,
kann es nicht mehr runter schalten. Das merken Sie abends:
Nach einem anstrengenden Tag, brauchen Sie unheimlich lange,
bis Sie runter kommen. Manche trinken sich mit Alkohol runter,
manche nehmen Tabletten.
Bei der Gier nach neuen Reizen, wenn das Gehirn ständig neu gefüttert werden will,
dann ist es die Kunst zu sagen:
Nein, du kriegst jetzt mal nichts, das ist sonst Völlerei.
In der Therapie mache ich mit den Patienten dazu Folgendes: drei Tage Langeweile.
Sie sollen nichts anderes tun, als aus dem Fenster zu gucken.
Kein Fernsehen, kein Radio, kein Handy.
In den ersten 24 Stunden drehen alle am Rad, weil das Hirn immer noch feuert.
Das Irre ist, nach zwei Tagen fängt das Hirn an, sich langsam zu entladen,
dann kommt die Ruhe. Und die Leute sagen: Ich will weitermachen.“

2 Gedanken zu „Völlerei im Kopf

  1. …so ich schalte meine PC jetzt AUS!
    Schon wieder auf irgendwelchen Seiten versackt!
    Was plötzlich alles wichtig wird wenn man so surft…sinnlos!
    AUS! =)

  2. Kann ich grad in der Fastenzeit bestätigen. Es ist echt wohltuend, dass Handy nicht permanent in der Hand zu haben, um zu gucken, obs was „neues“ gibt.

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