Weltklasse-Geiger in der Metro

An einem Morgen im Januar 2007 spielte ein Weltklasse-Geiger
sechs der ergreifendsten Solo-Violinkonzerte von
Johann Sebastian Bach auf einer 300 Jahre alten und dreieinhalb
Millionen Dollar teuren Stradivari.
Zwei Abende vorher hatte Joshua Bell ein ausverkauftes Konzert
gegeben, bei dem die Besucher bereitwillig 200 Dollar für einen Platz
in der ersten Reihe zahlten.
Aber diesen Auftritt in der Metro gab es gratis:

Von den 1097 Passanten, die an ihm vorbeigingen, blieben nur 7 stehen,
um zuzuhören.
Die Vorstellung dauerte eine Dreiviertelstunde und endete ohne Applaus.
Joshua kassierte 32,17 Dollar ein, einschließlich des 20-Dollar-Scheins
von der einen Person, die den preisgekrönten Musiker erkannte.

Wie viele fantastische Momente verpassen wir wohl tagein tagaus?
(aus Wunderland von Mark Batterson)