keine digitale Kindheit

Nicht wenige Eltern sind stolz auf die frühen „Fähigkeiten“ der Kinder
an Bildschirmen und meinen, „Wischen“ mache klug.
Dabei lernen Kinder nur über Sensorik: Sie müssen zuerst alles begreifen.
Sie brauchen die echte Welt und sehr viel freie, ungestörte Spielzeit,
um sie in allen Facetten zu entdecken. Das macht ihr Leben reich.
Jede Stunde am Smartphone ist gestohlene Spielzeit,
die sich nicht nachholen lässt.

Kinder schaffen sich ihre „Lernprogramme“ selber unaufhörlich,
wenn sie die Möglichkeit dazu haben.
Kinderärzte haben immer häufiger Termine wegen Kindern,
die extrem unruhig sind und nicht mehr selber spielen können.

Viele Eltern sind es nicht gewohnt, mit Babys umzugehen.
Im Beruf und in der Freizeit sind digitale Medien das vorherrschende Element.
Gerade die Beschäftigung mit Smartphones entwickelte sich explosionsartig.
Die (Aus-)Wirkung auf die Kinder wird kaum hinterfragt
und der Handy-Konsum der Eltern wird auch nach der Geburt des Kindes nicht gemässigt.
Hebammen äussern sich besorgt darüber, dass diese Geräte schon während (!)
und nach der Geburt sehr viel Unruhe bringen.
Manche Eltern posten bereits ein Bild ihres Neugeborenen,
bevor sie es überhaupt selber richtig angesehen haben und mit ihm in Kontakt traten.

Den Eltern ist oft nicht bewusst, dass die erste Stunde nach der Geburt
für die spätere Bindung äusserst wichtig und prägend ist.
Gelingt sie nicht, entwickeln Babys Schlaf-, Ess- und Verhaltensstörungen.
Das hat auch die BLIKK-Studie der deutschen Kinderärzte ergeben.
Zudem ist das Sprechen mit dem Kind zentral.

(spielraum-lebensraum.ch)