Warum wachsen einem Embryo Arme ?

Wenn der Embryo aber denken könnte, dann müsste er sich sagen:
„Hier wachsen mir Arme und ich brauche sie nicht.
Ich kann sie nicht einmal ausstrecken. Warum wachsen sie aber?
Wahrscheinlich für ein künftiges Stadium meines Daseins,
in dem ich mit ihnen werde arbeiten müssen. Ebenso wachsen mir Beine,
aber ich muss sie zusammengekauert gegen die Brust halten.
Warum wachsen sie bloß? Wahrscheinlich folgt noch ein Leben in einer weiteren Welt,
in der sie zu laufen haben. Und auch Augen bilden sich,
obgleich ich von tiefster Dunkelheit umgeben bin und sie hier gar nicht brauche.
Wozu bekomme ich wohl Augen? Wahrscheinlich folgt noch eine Welt voller
Licht und Farben.
‘Wenn also der Embryo über seine eigene Entwicklung reflektieren könnte,
hätte er schon ein bestimmtes Wissen über ein Leben außerhalb seiner Mutter Leib,
ohne es gesehen zu haben. Ähnlich verhält es sich mit uns. Solange wir jung sind,
haben wir Kraft, aber noch nicht den Verstand, sie richtig zu gebrauchen.
Wenn wir dann mit den Jahren an Weisheit und Wissen zugenommen haben,
erwartet uns schon der Leichenwagen, um uns ins Grab zu bringen.
Wozu war es notwendig, Wissen und Erkenntnisse anzusammeln,
wenn wir sie nicht mehr recht anwenden können?
Warum wachsen einem Embryo Arme, Beine und Augen? Sie sind für etwas bestimmt,
was noch folgt. So verhält es sich mit uns in diesem Leben.
Wir wachsen hier an Erfahrung, Wissen und Erkenntnis für ein Leben,
das darauf folgt.
Wir werden hier zum Wirken auf einer höheren Stufe vorbereitet,
die nach dem Tode kommt.“

(aus Richard Wurmbrands Buch)