über die Meerenge von Gibraltar ins „Paradies“

Auch 2020 kommen immer noch wöchentlich hunderte Migranten
und Flüchtlinge über die Meerenge (Marokko-Spanien) nach
Europa.
Sie kommen mit hohen Erwartungen: ‚Europa das Paradies auf Erden‘.
Wer sind diese Menschen und warum riskieren sie Kopf
und Kragen?
Wir haben uns mit einem Mönch, der sich in Spanien um einige der
Afrikaner kümmert, unterhalten:
(er stammt aus Kenia!)

Was sind die Herausforderungen beim Umgang mit den
Migranten?

„Die Menschen haben einen Bildungsstand allerhöchstens dritte Klasse.
Man muss sich vorstellen als wären es Wilde aus dem Busch.
Sie haben keinen guten Start gehabt und wissen nicht,
wie man verantwortungsbewusst mit Dingen umgeht.
Man muss ihnen mühsam beibringen Verantwortung zu übernehmen.
Wir beteiligen sie an den täglichen Aufgaben. Und wir arbeiten
mit einem Bestrafungssysthem wenn sie Lebensmittel oder Kleidung
einfach wegwerfen.“

Wir haben gelesen, dass es die wenigen Frauen die es nach Europa
schaffen besonders schwer haben.

„Ja, sie wurden misshandelt und missbraucht.
ALLE! Frauen brauchen sofortige psychologische Betreuung.
Massenvergewaltigungen sind keine Seltenheit und viele sind
schwanger.“

Wie viele sterben auf der Überfahrt?

„Es sind ungefähr 4-5 Tote pro Boot.“

Was mir bei dem Gespräch aufgefallen ist:
Auch wir haben oft unrealistisch hohe Erwartungen
und werden enttäuscht, wenn nicht alles reibungslos verläuft.
Auch wir gewöhnen uns schnell an das was wir haben und wollen immer mehr.
Unzufriedenheit ist ein Mörder der Dankbarkeit und raubt
uns ein glückliches Leben.