was die Jugend verlor

In den 50iger Jahren hat die Jugend ihre Unschuld verloren.
Sie wurden von ihren Eltern befreit durch gut bezahlte Jobs,
Autos und Liedtexten, die einen neuen Begriff hervorbrachten:
den Generationenkonflikt.

In den 60iger Jahren verlor die Jugend ihre Autorität.
Es war das Jahrzehnt des Protests.
Kirche, Staat und Eltern wurden infrage gestellt und als unzureichend befunden.
Ihre Autorität wurde abgelehnt und durch nichts anderes ersetzt.

In den 70iger Jahren verlor die Jugend ihre Liebe.
Es war das Jahrzehnt des Egoismus, bestimmt von Wörtern die
mit „selbst“ anfingen: Selbstverständnis, Selbstachtung,
Selbstbehauptung, Selbstfindung … .
Das führte zu einer einsamen Welt.
Jugendliche lernten alles über Sex und vergaßen alles über
die wahre Liebe. Nur wenige hatten die Nerven ihnen zu sagen,
dass es da einen Unterschied gibt.

In den 80igern verlor die Jugend ihre Hoffnung.
Der Unschuld, Autorität und Liebe entledigt,
wurden sie vom Horror eines nuklearen Albtraums geplagt.
Ein Großteil der Generation hat aufgehört an eine
Zukunft zu glauben.

Die Jugend in den 90igern hat die Fähigkeit der Vernunft verloren.
Verloren in einer Welt des Cyberspace, haben sie Objekte
personifiziert und die Realität vollkommen subjektiviert.
Sie sind jetzt gefangen in einer Welt der Einsamkeit.
Sie schauen in ihr Inneres und finden dort keine Antworten.
Sie spüren nur die Einsamkeit und die Entfremdung.

(Quelle: Apologetik im 21. Jahrhundert von Ravi Zacharias)