der eiserne Wille

Unsere Gefühle sind uns angeboren, und wir leiden unter ihnen
oder wir freuen uns daran,
aber sie sind nicht unser eigentliches „Ich“.
Der Kern unserer Persönlichkeit ist unser Wille.
Damit sind nicht unsere Wünsche und Ziele gemeint,
sondern eine entscheidende beherrschende Kraft, dem alles
in uns gehorchen muss.

Das ist sehr wichtig zu wissen, denn wie oft widersprechen die
Entscheidungen unseres Lebens den Entscheidungen unserer Gefühle.
Wer sich auf seine Gefühle verlässt wird herumgetrieben werden
wie ein Blatt im Wind.

Das Richtige zu tun, auch wenn wir uns falsch fühlen, ist (über)lebensnotwendig!

Der Wille ist wie eine weise Mutter in der Kinderstube.
Die Gefühle sind wie eine Anzahl sich auflehnender, schreiender Kinder.
Die Mutter entschließt sich, etwas zu tun, was nach ihrer Ansicht
das Rechte und das Beste ist.
Die Kinder lehnen sich dagegen auf und wehren sich.
Aber die Mutter weiß, dass sie bestimmt und nicht die Kinder.
Sie verfolgt ihr Ziel mit Liebe und Gelassenheit trotz aller Auflehnung der Kinder.
Die Folge davon ist, dass die Kinder (also deine Gefühle) früher
oder später für das Handeln der Mutter gewonnen werden und ihre Entscheidungen
bejahen.
Alles wirkt in Harmonie zusammen und ist glücklich.
Aber welch eine Verwirrung gäbe es, wenn jene Mutter einen Augenblick
dem Gedanken Raum gäbe, dass die Kinder das Sagen haben sollten!
In wie vielen Seelen herrscht Verwirrung, ganz einfach deshalb,
weil die Gefühle regieren statt des Willens.

(Quelle: „Das Geheimnis eines glücklichen Christenlebens“
von Hannah Whitall Smith)