letzte Worte an die Welt

Nicht nur für meine Kinder, sondern für jeden. Unser Leben rast an uns vorbei.
Wir sind auf digitale Geräte fixiert, die uns die Zeit rauben.
Die Leute sagen zu mir, sie hätten keine Zeit. Dabei haben sie jede Menge Zeit.
Wenn Sie wissen wollen, wie viel Zeit Sie haben,
dann stellen Sie sich bitte eine einfache Frage:
Wie viel Zeit habe ich in der letzten Woche damit verbracht,
an einem digitalen Gerät herum zu fummeln und Dinge zu tun,
die für meinen Beruf oder mein Leben überhaupt keine Bedeutung haben?
Und dann sagen sie: „Habe ich noch Zeit?“
Wir berauben uns selber der wichtigsten Sache im Leben, wenn wir Christen sind,
ist das, die Gemeinschaft mit Gott durch die Bibel zu suchen.
Du wirst in dieser Welt nie etwas bewirken,
wenn du vor dem schlafen gehen noch fünf Minuten in der Bibel liest.
Und ich bin brutal praktisch.
Ihr Ehemänner werdet niemals etwas in der Welt bewirken,
wenn ihr nicht mit euren Frauen betet und eure Familien geistlich führt.
Ohne das, werdet ihr nichts bewirken. Es ist nicht möglich,
eine tiefe Beziehung innerhalb einer Familie zu entwickeln,
wenn nicht Jesus Christus im Zentrum ist. Aber wir können versuchen,
diese Dinge zu bereuen und uns wirklich Zeit zu nehmen.
So lernen wir Gott in diesem Sinne kennen. Ich dachte immer,
dass die Wissenschaft und all diese Argumente viel interessanter sind als die Bibel.
Und ich habe mit meinem Mentor David Gooding darüber gesprochen und er sagte:
„Wollen wir zusammen die Bibel lesen?“ Er lud mich ein.
Diese Nacht hat mein Leben verändert. Völlig. In Cambridge.
Wo ich zum allerersten Mal einen Menschen traf, der die Heilige Schrift ernst nahm.
Er stand da und wir hängten die Notizen als eine Art Tapete an die Wand
in denen er sich mit Matthäus Evangelium auseinander setzte.
Und es war einfach umwerfend, wie er begann, die Schätze der Schrift zu erschließen.
Aber es braucht Einsatz und Arbeit. Viele von Ihnen sind Professionelle.
Denken Sie an die Arbeit, die Sie tun mussten, um dorthin zu kommen,
wo Sie jetzt sind. Wenn Gott Ihnen nun einen solchen Verstand gegeben hat,
wie viel davon setzen Sie für IHN ein? Was mich wirklich beunruhigt, sind Leute,
die in ihrer beruflichen Laufbahn so aufsteigen, aber ihre Kenntnisse
der Heiligen Schrift bleiben auf dem Niveau einer einfachen Sonntagsschule.
In dem Moment, in dem ihre Kollegen Fragen stellen, merken sie sofort,
dass sie die Sache nicht durchdacht haben.
Und das bringt sie oft für immer zum Schweigen, leider.
Es ist also ein klarer Aufruf. Ich bewundere sehr,
was Joel und seine Kollegen hier tun. Und ich denke, es ist eine Möglichkeit,
gegen diese Flut der Mittelmäßigkeit anzugehen,
in der wir Gottes Wort nicht ernst nehmen.
Das sagt mir, wenn ich das in meinem eigenen Herzen finde,
dass ich Gott nicht wirklich liebe. Dieses ganze Gerede über den Himmel
und die Begegnung mit Christus … Wenn Ihnen das jetzt passieren würde,
was würden Sie zu ihm sagen? Worüber würden Sie reden?
Das ist eine sehr ernste Sache. C.S. Lewis sagt:
„Alle Blätter des Neuen Testaments ringen mit einer Erwartung der Ewigkeit“.
Und wenn wir das nie gespürt haben, dann haben wir es nicht verstanden.
Das Wort Gottes ist uns gegeben, um die ewigen Dinge begreifbar zu machen.
Und wir müssen Zeit damit verbringen,
uns darin vertiefen und es mit anderen Menschen oder allein lesen.
Ich hatte einen sehr engen Freund in Cambridge.
Und vor Jahren haben wir vereinbart, dass derjenige, der zuerst stirbt,
bei dem der andere, der übrig bleibt, auf der Beerdigung predigt.
Er dachte, ich würde zuerst sterben, weil ich schon ein bisschen älter war.
Aber ich werde nie den Tag vergessen,
an dem er mich anrief und Tränen in den Augen hatte.
Er sagte: „Ich habe einen Tumor, so groß wie eine Grapefruit.
Das war’s dann wohl, du musst mich beerdigen.“
Ich sagte zu ihm: „Was soll ich sagen?“
Ohne zu zögern, sagte er dies: „Sag ihnen, sie sollen tun, was wir als Studenten
in Cambridge getan haben. Das Wort Gottes im Gebet zu verinnerlichen
und auf Gott zu warten, bis sein Angesicht erscheint.“
Und dann fügte er hinzu:
„Und dann werden sie etwas zusagen haben.“ Wollen Sie etwas zu sagen haben?
Ihr Pastoren, Ihr Lehrer in der Sonntagsschule?
Wenn Sie etwas zu sagen haben wollen, gibt es keine Abkürzung.
Ich werde diese letzten Worte an die Welt nie vergessen,
ich habe sie viele Male wiederholt.
Das war es, was mich verändert hat. Es war nicht die Lektüre aller Philosophien
der Welt, obwohl ich sie liebe und interessant finde,
und es eine Möglichkeit ist Brücken zu bauen und mit Schwierigkeiten umzugehen.
Aber letzten Endes, wenn Gott nicht durch sein Wort anwesend ist,
fehlt uns die zentrale Gemeinschaft, die er uns anbietet.
Also vielen Dank und Gott segne Sie alle.