richtig einschiffen

Zugegeben, die Überschrift hat etwas vom Humor eines Grundschülers.
„Eingeschifft“, bitte verzeiht die Wortwahl, haben wir uns früher vor Angst
oder weil es zu spät war. Aber das Wort „einschiffen“,
gibt es abseits dieser etwas vulgären Umdeutung, tatsächlich. Es bedeutet,
„das Verbringen/Einladen/Einsteigen von Personen oder Gegenständen auf ein Schiff,
bald beginnt eine Fahrt“.¹

Klaus Schwab zitiert in seinem Buch „COVID-19: Der große Umbruch“ einen gewissen
Mahbuni Kishore: „Die 7 Milliarden Menschen, die den Planeten Erde bewohnen,
leben nicht mehr in mehr als einhundert separaten Booten [Ländern].
Stattdessen leben sie alle in 193 separaten Kabinen auf demselben Boot.
[…]Wenn wir 7,5 Milliarden Menschen jetzt auf einem virusinfizierten Kreuzfahrtschiff zusammengepfercht sind, macht es dann Sinn, nur unsere eigenen Kabinen zu reinigen
und zu schrubben und dabei die Gänge und Luftschächte draußen zu ignorieren,
durch die sich das Virus ausbreitet? […] Da wir jetzt alle angeblich im selben
Boot sitzen, muss sich die Menschheit um dieses eine Boot als Ganzes kümmern.“²

Die Floskel, dass „wir alle im selben Boot sitzen“ ist nicht neu.
Schon Paul Ehrlich³, Autor vom Buch „Die Bevölkerungsbombe“ griff dieses Bild auf.
1968 alarmierte er in den schrillsten Tönen vor einer explodieren Weltbevölkerung,
die den Planeten und die Menschheit selbst ausrotten würde. Grund dafür?
Es seien bald zu viele Menschen auf dem Raumschiff Erde.
Und auf diesem Raumschiff wird die Ungleichheit zwischen den „Bordkameraden“ immer
drastischer. Ehrlich fragt sich dann, welche Auswirkungen das z.B.
auf die Bordkameraden in den Entwicklungsländern haben wird.
„Werden sie mit Anstand hungern, ohne das Schiff zu erschüttern?
Oder werden sie versuchen, uns zu überwältigen, um sich das, was sie für ihren
gerechten Anteil halten, zu holen?“⁴

Man kann schon hier heraus lesen, dass Ehrlich und Schwab bzw. Kishore
sich aus Angst vor der Zukunft ‚einschiffen‘.

Wenn die Welt übrigens ein Dorf wäre, dann brächte man sie in Europa unter.
So dicht besiedelt wie das zürcherische Bonstetten, böte unser Kontinent Platz
für die ganze Weltbevölkerung.

Zum Thema „einschiffen“ erlebten die Jünger mit Jesus folgende Begebenheit:

„Und nachdem sie [die Jünger] die Volksmenge entlassen hatten,
nahmen sie ihn [Jesus] mit, wie er da in dem Schiff war;
es waren aber auch andere kleine Schiffe bei ihm. Und es erhob sich ein großer Sturm,
und die Wellen schlugen in das Schiff, sodass es sich schon zu füllen begann.
Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen.
Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, kümmert es dich nicht,
dass wir umkommen? Und er stand auf, befahl dem Wind und sprach zum See:
Schweig, werde still! Da legte sich der Wind, und es entstand eine große Stille.
Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Wie,habt ihr keinen Glauben?“⁵

Viele mutige Christen sind in die Entwicklungsländer gegangen
und haben den Menschen in der Kraft Gottes wirklich geholfen.
Sie haben sich angesichts der riesigen Probleme⁶ nicht vor
Angst ‚eingeschifft‘ und alarmierende Bücher geschrieben.
Sie haben nur dieses eine Buch und seinen Autor beim Wort genommen:
„Rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten, und sollst mich ehren“.⁷
Jesus müssen wir anrufen. Keine Ehrlich’s oder Schwab’s dieser Welt
können uns wirklich helfen. Nur Jesus hilft und nur ihm gehört dafür alle Ehre!

1: https://de.wiktionary.org/wiki/Einschiffung
2: Mahbuni Kishore zitiert nach Klaus Schwab, COVID-19: Der große Umbruch, Fassung
1.0, 2020 Weltwirtschaftsforum, S. 24
3: vgl: https://youngandfree-kaleb.de/tag-der-weltbevoelkerung/
4: Paul Ehrlich, die Bevölkerungsbombe, 1971, Carl Hanser Verlag, München, S. 103f.
5: Die Bibel, Markus Evangelium, Kapitel 4, Verse 36 – 40, Schlachter Übersetzung,
Anm. d. Autors
6: vgl: Die Bibel,1.Samuel, Kapitel 17, besonders die Verse 32ff.
7: Die Bibel, die Psalmen, Kapitel 50, Vers 15, Schlachter Übersetzung