Hilfe, ich ertrinke!

Ertrinken.
Sofort haben wir das Bild eines wild im Wasser strampelnden Menschen vor Augen. Wasser spritzt. Arme wirbeln durch die Luft und ab und zu verschwindet der Kopf unter Wasser. Ertrinken.

Hilfe!

Aus eigener Kraft wird der Ertrinkende es nicht schaffen. Er braucht Hilfe. Und Hilfe ist unterwegs. Er hat sie gerufen.

Wenn der Ertrinkende in seiner Panik aber nicht aufhört zu strampeln und aus eigener Kraft um sein Leben ringt, wird er nicht gerettet werden können. Durch seine eigene Mühe erschwert er nur die Rettungsaktion. Er reist womöglich seine Hilfe mit unter Wasser.

„Hilfe, ich ertrinke!“ Im Wasser würden wir diese Worte sofort hinaus schreien. Aber was ist mit jetzt? Auf dem Sofa? Am Küchentisch? Auf der Toilette? Vielleicht ertrinkst du gerade in deiner Sünde

…und merkst es nicht. Du versucht dich selber über Wasser zu halten. In Sünde ertrinken? „Also hören Sie mal! Ich bin kein schlechter Mensch!“ „Ich habe letzte Woche gespendet!“ „Ich habe erst gestern meiner Oma im Garten geholfen!“ „Ich habe, Ich habe, Ich habe“ – Wasser spritzt. Arme wirbeln durch die Luft und ab und zu verschwindet der Kopf unter Wasser. Ertrinken.

Dass man ertrinkt muss man sich auch erst einmal eingestehen.

Gott sagt: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.“¹ und „Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden.“²

Hilfe ist unterwegs. Und dann? Dann lass dich retten und höre auf mit dem „So schlecht bin ich nun auch nicht“-Arme schlagen. Denn wir „alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die [wir] vor Gott haben sollten.“³

Lass dich retten:

„Durch Umkehr und Ruhe könntet ihr gerettet werden, im Stillesein und im Vertrauen läge eure Stärke.“⁴

¹: Die Bibel, Psalm Kapitel 50 Vers 15
²: Die Bibel, Joel Kapitel 3 Vers 5

³: Die Bibel, Brief an die Römer Kapitel 3 Vers 23

⁴: Die Bibel, der Prophet Jesaja Kapitel 30 Vers 15

Europa kann aufatmen?

Europa kann aufatmen?

Emmanuel Macron hat die Wahl in Frankreich gewonnen. Nach Angela Merkel ist er einer der größten Kämpfer für die Einheit auf dem europäischen Kontinent. In seiner Antrittsrede als Ratspräsident der europäischen Union, die bis Ende Juni andauert, unterstrich er diese Ambition.¹

Bald werden, nach Schillers Worten auf der Melodie von Beethoven, alle Menschen Brüder sein. Endlich werden wir feuertrunken das Heiligtum der Himmlischen betreten. Ja die Zauber binden wieder.

Aber welche? Macron pries in seiner Antrittsrede die EU-weite Abschaffung der Todesstrafe durch die Charta der Grundrechte. Gleichzeitig wünschte er sich, vielleicht schon etwas feuertrunken, dass eben diese Charta um ein Recht auf Abtreibung erweitert werden soll.²

Sollen etwa doch nicht alle Menschen Brüder werden? Wer ist im Bunde dabei und wer nicht?

Was es mit der großen Ziel „Einheit in Europa“ auf sich hat und warum wir dabei immer wieder schwer an das erste Buch Mose Kapitel 11 erinnert werden, erfahrt ihr von Dr. Wolfgang Nestvogel. Wohl an!:

¹: https://presidence-francaise.consilium.europa.eu/de/aktuelles/rede-von-prasident-emmanuel-macron-vor-dem-plenum-des-europaischen-parlaments-strassburg-19-januar-2022/

²: vgl. dazu Punkt 1; https://youngandfree-kaleb.de/was-wollen-sie-herr-macron/

3 Herzen, 3 Hirne, 30 Finger ?

Hier das Transkript des Videos auf deutsch:

Wenn Frauen „mein Körper, meine Entscheidung“ sagen, dann stimme ich dem zu.
JA, wir haben das Recht auf unseren Körper und unsere körperliche Autonomie.
Frauen und ihre Körper müssen respektiert und geschützt werden.
Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist besonders wichtig
wenn eine Frau schwanger ist, weil da mehr als ein Körper beteiligt ist.
Schließlich ist ein Baby in sich zu tragen etwas komplizierter als,
nun ja, einen Football zu tragen.

Das ist mein Ehemann Benjamin. Er ist Tight End der New Orleans Saints
und er macht gerade einen Touchdown.
Und hier verkündet er gerade, dass ich schwanger bin. Mit Zwillingen.

Das ist ein typisches Beispiel: Hier geht es nicht nur um meinen Körper.
Hier gibt es drei Körper. Manche Leute versuchen zu sagen, dass „Kinder im Bauch,
Teil des weiblichen Körpers sind“ – Aber, komm schon.
Wenn ein Kind im Bauch buchstäblich ein Teil des weiblichen Körpers wäre,
wie ein Arm oder Bein, dann hätte ich drei Herzen, drei Gehirne,
30 Finger und weil zwei Jungs da drin sind, wäre ich größtenteils männlich.
Wenn also Leute versuchen, indem sie „Mein Körper, meine Entscheidung“ sagen,
Abtreibung zu verteidigen, macht das keinen Sinn.

Denn mit der körperlichen Unversehrtheit und den Rechten im Allgemeinen
ist es so eine Sache:
Ein Recht ist kein Recht wenn ich es nur auf mich anwende und nicht anderen zugestehe
was ich für mich selbst verlange. Um es einfach zu machen:
das Recht einer Frau auf ihren eigenen Körper schließt nicht das Recht das Leben eines unschuldigen kleinen Menschen zu beenden, mit ein.

Denken Sie darüber nach: Wir würden es schrecklich finden
wenn eine schwangere Frau bewusst Drogen nehmen würde, während sie weiß,
dass sie damit bei ihrem Kind körperliche und geistige Schäden auslösen könnte.
Wenn eine Frau jedoch das Recht hat, mit ihrem Körper zu tun, was sie will,
einschließlich der Abtreibung ihres Kindes, dann dürfen wir nicht sagen,
dass das falsch ist.

Außerdem müssen wir verstehen,
dass es eine besondere Beziehung zwischen dem Körper einer Frau und dem ihrer Kinder gibt. Beide Eltern, Mutter und Vater, haben eine natürliche Verpflichtung zur Unterstützung
ihrer Kinder, die unser Rechtssystem anerkennt. Deswegen verlangen wir auch von Vätern, dass sie Unterhalt bis zum 18. Lebensjahr zahlen. Der Vater hat nicht das Recht zu sagen: “Mein Körper, meine Entscheidung”, und sich dafür zu entscheiden, seinen Körper nicht zur Arbeit zu bringen, um sich von der Unterhaltszahlung für das Kind, bei dessen Zeugung er mitgeholfen hat, zu verabschieden.

Ebenso haben Mütter eine natürliche Verpflichtung, ihre Kinder zu versorgen. Beide Eltern sind verantwortlich für Nahrung, Unterkunft und die Pflege des Kindes und dafür es nicht zu vernachlässigen. Wenn sie sich nicht um das Kind kümmern können, dürfen die Eltern nicht das Leben des Kindes beenden. Sie müssen sich um eine Adoption kümern, es bei einer Babyklappe abgeben, eine stille Geburt haben oder sich beim Jugendamt melden. Da Eltern eine natürliche und rechtliche Verantwortung haben, sich um die Grundbedürfnisse ihrer Kinder nach der Geburt zu kümmern, haben sie daher auch die gleiche Pflicht vor der Geburt.

Aber wenn Frauen, in Bezug auf Abtreibung sagen „Mein Körper, meine Entscheidung“, dann denken Sie bitte an die Botschaft, die sie Männern vermittelt. „Es ist ‚Ihr Körper, ihre Entscheidung‘ also muss ich nicht die Verantwortung eines Mannes, Ehemanns oder Vaters übernehmen.“ „Es ist ‚Ihr Körper, ihre Entscheidung‘ also ist es ihr Problem.“ Wenn ein Mann eine Frau für nichts anderes als Sex benutzt, sie schwängert und sie dann eine Abtreibung hat, kann er es als „Frauensache“ abtun. „Mein Körper, meine Entscheidung“ ist kein Argument für das Recht einer Frau auf körperliche Unversehrtheit, wenn das Ergebnis die Vernachlässigung der Frau ist, anstatt dass die Frau respektiert und geschützt wird.

Es ist verkehrt zu sagen, dass das ungeborene Kind kein Recht auf Leben hat, weil es vollständig vom Körper der Mutter abhängig ist. Einmal geboren, ist der Säugling immer noch vollkommen abhängig von den Körpern anderer um zu überleben, aber da denkt niemand, dass der Säugling kein Recht auf Leben hat. Die Schwäche und Abhängigkeit von Kindern ist ein Grund, ihnen mehr Fürsorge und Unterstützung zukommen zu lassen, nicht weniger.

Die Abhängigkeit lässt nicht die Menschlichkeit erlöschen. In der Tat bereichtert die Abhängigkeit die Menschlichkeit. Bejamin und Ich, und unsere sieben Kinder sind alle abhängig, voneinander, von unserer Gesellschaft, und von Gott. Lasst uns eine Gesellschaft sein in der körperliche Unversehrtheit und körperliche Autonomie bedeuten, dass wir uns, und auch die Schwächsten unter uns, gegenseitig respektieren, schützen und unterstützen.