Wunder von Dünkirchen

Als während des zweiten Weltkrieges mehr als 330.000 britische Soldaten
auf dem europäischen Festland von Hitlers Heer eingekesselt waren,
rief König George VI zu einem nationalen Gebetstag auf, am 26.05.1940.
Mit George beteten zahlreiche Briten, in dem Bewusstsein,
dass Großbritannien es nötig hatte. Es folgte eine Rettungsaktion,
die als Wunder von Dünkirchen in die Geschichte einging.
Hitler ließ seine Armee gegen den Rat seiner Generäle halten,
wollte stattdessen von der Luft aus angreifen.
Doch nun zog ein Sturm über Flandern auf und verhinderte den Luftangriff.
In der folgenden Windstille wurden die britischen Soldaten mit allem gerettet,
was schwimmend zur Verfügung stand.
All das wurde wunderbar verfilmt von Christopher Nolan,
(bloß, dass dieser, wie auch Wikipedia, das Gebet unerwähnt ließ).

(Quelle: Tertel Training, Foto von British Library auf Unsplash)

Wofür eine gesunde Familie?

„Durch die zahlreichen soziologischen, psychologischen und technischen Veränderungen insbesondere der bürgerlichen Familie, […] ist doch die Autorität des Vaters erschüttert. Daraus, so glaube ich, ergeben sich große Konsequenzen. Spielt das Gewissen,
da die Autorität des Vaters nicht mehr dieselbe ist wie früher, eine andere Rolle?
Oder kann es sich überhaupt nicht mehr herausbilden? Das sind Fragen,
die heute überhaupt nicht mehr untersucht werden.
[…] Eines scheint in jedem Fall klar zu sein, daß der Zusammenbruch des Vater-Mythos,
ohne auch nur einigermaßen entsprechenden Ersatz, die Existenz des Gewissens als gesellschaftliches Phänomen in Frage stellt. Die Mutter, die ihren Beruf ausübt,
ist etwas völlig anderes als die Mutter, deren Lebensaufgabe die Erziehung der Kinder war.
Der Beruf verdinglicht ihre Gedanken. Dazu kommt noch etwas anderes. Sie ist gleichberechtigt. Sie strahlt, von Ausnahmen abgesehen, nicht die Liebe aus wie vorher.
Die Mutter bewahrte bisher ihre Natur als Ganzes und strahlte sie aus, durch ihre Sprache,
ihre Gebärden. Ihre bewußten und unbewußten Reaktionen […] spielten eine entscheidende Rolle
in der Erziehung. Sie prägten das Kind vielleicht entschiedener als die Weisungen.“

Max Horkheimer

Aus dem folgenden Artikel: (HIER)